Cannabidiol hilft vielen Menschen bei Schmerzen.

Cannabis ist bereits seit vielen Jahren ein großes Gesprächsthema in den Medien. Doch seit Kurzem wird immer weniger über THC geredet und stattdessen steht ein neuer Wirkstoff der Cannabispflanze im Rampenlicht: Cannabidiol. Ganz ohne berauschende Wirkung soll CBD Schmerzen lindern, bei Arthritis helfen und vielleicht sogar bald gegen Krebs eingesetzt werden. Es kursieren zurzeit viele Gerüchte und Halbwahrheiten über Cannabidiol im Internet. Das ist kein Wunder, denn das Feld der CBD Forschung ist sehr jung und es gibt noch viel zu lernen.

Doch die bisherigen Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse für die medizinische Anwendung von Cannabidiol. Während gesunde Menschen oft von einer milden, entspannenden Wirkung berichten, haben klinische Studien positive Wirkungen in der Bekämpfung von Epilepsie festgestellt. Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen unbegrenzt und entsprechend hoch sind die Hoffnungen unzähliger Patienten. Doch was kann Cannabidiol wirklich, welche Gefahren birgt eine Nutzung und wie sieht die rechtliche Lage zu dem Thema aus? Hier sind die Antworten:

Was ist CBD?

Cannabidiol (CBD) ist ein Wirkstoff der Cannabispflanze. Als eines der über 100 Cannabinoide wirkt CBD ebenso wie der psychoaktive Stoff THC auf das Endocannabinoid System ein. Dieses System reguliert eine Vielzahl an Prozessen im Körper aller Säugetiere der Erde. So haben Cannabinoide beispielsweise einen indirekten Einfluss auf die Konzentration von Dopamin und Serotonin. Aus diesem Grund verspüren viele Menschen nach der Einnahme von Cannabis ein entspanntes Glücksgefühl und empfinden weniger Schmerz oder Angst.

Im Gegensatz zu THC hat CBD keinerlei psychoaktive Wirkung. Der Konsum von Cannabidiol wirkt daher nicht berauschend, macht nicht high und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Diese Eigenschaft macht Cannabidiol zu einer idealen Lösung für Menschen, welche die positiven Wirkungen von Cannabis genießen, aber dabei einen klaren Kopf behalten möchten. Besonders in der Therapie von Epilepsie bei Minderjährigen hat sich CBD als eine wertvolle Alternative zu herkömmlichen Antiepileptika bewiesen, mitunter auch wegen der schonenden Wirkung auf die Psyche der Kinder.

Wie wirkt CBD?

Nach der Einnahme von Cannabidiol binden sich die einzelnen Moleküle an verschiedene Rezeptoren des Endocannabinoid Systems. Hierbei sind die Rezeptoren CB1 und CB2 hauptsächlich für die Wirkung im Körper verantwortlich. Einmal aufgenommen, laufen über eine Zeit von bis zu 4 Stunden zahlreiche Prozesse ab. Somit beeinflusst das CBD mitunter Vanilloid Rezeptoren in einer Weise, dass das Schmerzempfinden merkbar heruntergeregelt wird.

Aber auch Botenstoffe im Gehirn wie Serotonin und Dopamin werden durch die Einnahme von CBD beeinflusst. Gemeinsam mit dem vitalisierenden Glutamat können diese Stoffe dazu führen, dass Schmerzen gelindert, Entzündungen gehemmt und die Gehirnzellen geschützt werden. Auch Schlafprobleme und konstanter Stress können durch diese komplexen Prozesse des Endocannabinoid Systems behandelt werden. CBD wirkt entspannend und beruhigend für die meisten Menschen, jedoch ist die Wirkung von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Somit ist es schwierig vorherzusagen wie gut eine Behandlung mit Cannabidiol funktionieren wird.

Gegen welche Krankheiten hilft Cannabidiol?

Obwohl bislang nur wenige Studien zur medizinischen Verwendung von Cannabidiol vorliegen, sehen die ersten Ergebnisse vielversprechend aus. Cannabidiol scheint eine eindeutig schmerzlindernde Wirkung in Patienten jeglicher Erkrankungen hervorzurufen. Krebs Patienten die eine Chemotherapie absolvierten, berichteten von deutlich weniger Schmerzen nach einer Einnahme von CBD Öl. Auch Betroffene von Arthritis oder Weichteilrheuma konnten durch eine Behandlung mit CBD ihre Gelenkschmerzen lindern.

Doch CBD kann nicht nur bei Schmerzen Abhilfe schaffen. Einige der beeindruckendsten Studien zeigen eine eindeutige Wirksamkeit von Cannabidiol bei der Behandlung von epileptischen Anfällen. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene haben eine geringere Anzahl an Anfällen während der Therapie durch Cannabidiol aufgezeigt. Diese Studien haben zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung unzähligen Epilepsie Patienten Hoffnung gegeben, schon bald ein Leben frei von gefährlichen Anfällen führen zu können.

Weitere Krankheiten in denen CBD eine Linderung der Symptome oder sogar eine Bekämpfung der Ursachen bewirken konnte, sind:

Studien zeigen, dass Cannabidiol einen medizinischen Wert hat.
Studien zeigen, dass Cannabidiol einen medizinischen Wert hat.

Wohl eine der aufsehenerregendsten Berichte einer erfolgreichen Anwendung von Cannabidiol lieferte ein 80-jähriger Lungenkrebs Patient. Da er eine Chemotherapie und auch die Strahlentherapie ablehnte um seine letzten Jahre nicht im Krankenhaus verbringen zu müssen, behandelte er sich selber mit CBD Öl. Seine Ärzte haben nur wenige Monate nach der Eigenbehandlung einen rapiden Rückgang des Tumors in der Lunge festgestellt. Obwohl dieser eine Fall äußerst gut dokumentiert ist, wäre es noch viel zu früh um sagen zu können, dass Cannabidiol Krebs heilt. Doch alleine der Fakt, dass eine Korrelation feststellbar war, ist ein erster Schritt in der weiteren Forschung an einem effektiven Mittel gegen den Krebs.

Ist CBD gefährlich?

Cannabidiol ist ein natürlich vorkommender Wirkstoff der Cannabispflanze. Solange das CBD nicht durch minderwertige Extraktionsmechanismen verunreinigt wurde, verträgt der menschliche Körper den Stoff problemlos. Generell ist CBD eine der sichersten Stoffe mit medizinischen Anwendungen, da es auf schonende, indirekte Weise mit den natürlichen Prozessen im Körper interagiert. Bislang gibt es in der Geschichte der Menschheit keine bekannten Fälle von permanenten Schäden durch eine Überdosis von Cannabinoiden.

Selbst die WHO hat in einem Report aus dem Jahr 2017 CBD als sicher eingestuft. Cannabidiol ist laut der Organisation keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit, besitzt kein Suchtpotenzial und ist generell gut verträglich. Somit kann man sagen, dass Cannabidiol in den allermeisten Fällen problemlos eingenommen werden kann.

In wenigen Fällen sollte jedoch eine Beratung mit einem Heilpraktiker stattfinden, bevor eine Therapie mit Cannabidiol erfolgt. Zum einen sollte die Einnahme von Cannabidiol während der Schwangerschaft mit dem zuständigen Arzt abgeklärt werden, da die Risiken für das ungeborene Kind noch nicht gut genug erforscht wurden. Zum Anderen kann sich CBD auf die Wirksamkeit von anderen Medikamenten auswirken. Wenn parallel zum Cannabidiol weitere medizinische Wirkstoffe eingenommen werden, könnten unvorhergesehene Nebenwirkungen auftreten.

Was passiert bei einer Überdosis?

Grundsätzlich kann eine Überdosis bei der Verwendung von Cannabidiol nicht vorkommen. Selbst äußerst hohe Konzentrationen sind harmlos für den Nutzer und können nach bisherigem Wissensstand keine Schäden hervorrufen. Bei einer ausgesprochen hohen Dosierung kann es jedoch zu einigen, ungewollten Nebenwirkungen kommen.

So haben Betroffene in einigen Fällen von eine verstärkten Müdigkeit berichtet. Auch Appetitlosigkeit und leichte Schwäche durch einen niedrigen Blutdruck konnten beobachtet werden. Keine dieser Nebenwirkungen ist jedoch permanent gewesen und sind nach wenigen Stunden schon wieder vorbei gewesen.

Ist Cannabidiol eigentlich legal?

 

CBD kann legal gekauft werden.
CBD kann legal gekauft werden.

Cannabidiol besitzt keine psychoaktive Wirkung wie THC und ist daher auch keine Droge in den meisten westlichen Ländern. Die berauschende Wirkung bleibt nach einer Anwendung von CBD aus, somit ist es kein Rauschmittel und ist in zahlreichen Läden frei erhältlich. Viele Online Shops bieten Cannabidiol in zahlreichen Formen an: CBD Öl, CBD E-Liquid, CBD Creme oder CBD Pillen. In Europa und Nordamerika ist Cannabidiol also ohne rechtliche Probleme zu erwerben und kann bedenkenlos zu den gewünschten Zwecken verwendet werden.

 

Ja, CBD ist legal und problemlos online erhältlich.

Worauf sollte ich beim Kauf von CBD achten?

Es gibt unzählige Anbieter von CBD Produkten online, viele davon bieten mangelhafte Produkte an. Deswegen ist es von großer Wichtigkeit zu wissen worauf es beim Kauf eines CBD Produkts ankommt. Die größten Qualitätsunterschiede von Cannabidiol Ölen liegen in der Art der Extraktion. Viele Hersteller verwenden billige Extraktionsmethoden, um das Öl aus der Pflanze zu extrahieren. Dabei bleiben oft Rückstände von Alkohol oder sogar Schwermetallen im Endprodukt zurück.

Hersteller die eine CO² Extraktion verwenden, und ein sogenanntes Vollspektrum Öl anbieten, besitzen eine deutlich höhere Qualität ihrer Produkte. Bei dieser Extraktionsmethode werden die Wirkstoffe der Cannabispflanze schonend durch das CO² extrahiert und ohne Rückstände von dem Rest der Pflanze getrennt. Besonders wichtig hierbei ist die Vielfalt der erhaltenen Stoffe im gewonnenen Öl. Durch viele verschiedene Cannabinoide wie CBG oder CBN und auch Terpene kann so der berühmte Entourage Effekt eintreten, welcher die Wirkung des CBD Öls noch einmal merkbar verbessert.

Anwendung von Cannabidiol

Die Einnahme von CBD kann auf viele verschiedene Weisen erfolgen. Die Aufnahmemöglichkeiten können sich jedoch deutlich in der Stärke und Dauer der Wirkung unterscheiden. So kann CBD durch die Magenschleimhäute nur langsam absorbiert werden und entwickelt erst nach mehr als 60 Minuten seine volle Wirkung. Im Gegensatz dazu kann der Effekt von CBD wesentlich schneller eintreten, wenn das Cannabidiol verdampft und direkt eingeatmet wird.

Eine sichere und effektive Möglichkeit Cannabidiol einzunehmen, ist die sublinguale Aufnahme. In dieser Methode wird ein CBD Öl verwendet, welches in den meisten Fällen eine CBD Konzentration von 5 % bis 15 % aufweist.

  • Tropfen Sie 2-3 Tropfen CBD Öl unter Ihre Zunge
  • Schließen Sie den Mund und warten Sie 30-60 Sekunden
  • Nun wurde das CBD durch Ihre Mundschleimhäute aufgenommen
  • Die Effekte des Cannabidiol sollten innerhalb von 30-60 Minuten einsetzen
  • Die Dauer der Wirkung kann bis zu vier Stunden lang anhalten
  • Wiederholen Sie die Anwendung zwei bis viermal am Tag

Somit können Nutzer von der vollständigen Wirkung des CBD profitieren. Nebenwirkungen sind generell bei der Verwendung von Cannabidiol äußerst selten.

Schlusswort

Cannabidiol ist ein natürlicher Wirkstoff mit beeindruckenden Anwendungsmöglichkeiten. Kranke Menschen können von der heilenden Wirkung des CBD profitieren und gesunde Menschen können durch das Wundermittel entspannen und sich vom Stress befreien. Die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten sind bislang noch nicht ausreichend erforscht, um eindeutige Aussagen zur Wirksamkeit von CBD zu treffen. Jedoch haben erste Studien bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert.

Die Anwendung von CBD in Form eines Öls oder einer Creme ist generell sehr sicher. Es besteht keine Gefahr süchtig oder high zu werden, selbst eine Überdosierung zieht nur harmlose Nebenwirkungen mit sich. Somit kann Cannabidiol ohne Probleme zur Behandlung vieler Beschwerden eingesetzt werden und vielen Menschen ein besseres Leben schenken.

Was ist Cannabidiol – CBD?
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